Der Yellowstone Nationalpark ist wirklich so riesig, das man dort möglichst viele Tage zubringen sollte. Heute, am Sonntag, haben wir am Vormittag zunächst einmal unsere Sachen alle sortiert, damit wir morgen gut vorbereitet in die Totalitätszone der Sonnenfinsternis fahren können. Es galt noch einmal Lebensmittel einzukaufen, das Auto voll zu tanken und was sonst halt noch notwendig ist.
Gefahren sind wir heute dann nicht mehr so viel. Wir haben stattdessen ausführlich andere Geysir-Felder in der Nähe besucht.
Beim wunderschönen "Grand Prismatic Spring" bekamen wir leider keinen freien Parkplatz, hier war "meilenweit" alles vollgeparkt.
So fuhren wir weiter, besonders gefallen hat uns der "Firehole Lake Drive" durch das "Lower Geysir Becken". Hier konnten wir - abseits der Massen - gleich mehrere Ausbrüche des "White Dome Geysirs" beobachten. Ein Ausbruch des "Great Fountain Geysirs" war leider erst für viel später am Abend vorhergesagt.
Auf dem Rückweg haben wir dann noch das "Midway Geysir Becken" besucht und auch hier viele schöne Geysire gesehen. Mehr dazu, wenn ich Platz habe, die Bilder hoch zuladen.
Sonntag, 20. August 2017
Samstag, 19. August 2017
19. August: Ein weiterer Tag im Yellowstone Nationalpark
Huete haben wir in aller Ruhe ausgeschlafen. Unsere Kabine beim Old Faithful ist nicht ganz so komfortabel wie die bei Mammoth. Sie hat nur ein kleines Waschbecken, Toilette und Dusche muss man in einem Gemeinschafztsgebäude nutzen. Doch das ist ausreichend groß dimensioniert, wir brauchen nicht warten. Die Temperaturen sind nachts angenehm kühl, da kann man auch gut ohne Klimaanlage schlafen.
An diesem Tag gehen wir zunächst am frühen Morgen (8:30 Uhr) auf einen Ranger-Walk mit in die nähere Umgebung. Old Faithful soll um 9:00 ausbrechen, deshalb drängt unsere Rangerin darauf, möglichst zügig (vom Visitor-Center aus gesehen) die gegenüberliegende Seite des geysirs zu erreichen. Von dort werden wir einen schönen Überblick haben, ohne die sich regelmässig am Geysir versammelten Menschenmassen zu sehen, weil diese ja durch den geysir selbst verdeckt werden.
Und in der Tat können wir von dort einen weiteren schönen Ausbruch von Old Faithful beobachten. Dann soll es schnell weiter gehen zum Lion-Geysir, denn auch hier ist für ca. 9:00 Uhr ein Ausbruch vorther gesagt. Unterwegs erklärt sie uns viel, wie es zu den Ausbrüchen kommt. Am Lion-Geysir angekommen, hören wir schon, wie dieser in der Tiefe am "röhren" ist. Wir warten auf den Ausbruch. Doch es passiert nicht viel. Die Rangerin erklärt uns, der "Lion-Geysir" ist eigentlich eine ganze Geysir-Gruppe, was auch leicht zu erkennen ist. Als nach einer halben Stunde immer noch nichts passiert, erklärt sie uns, das wir heute wohl einen nicht häufigen, aber immer mal wieder vorkommenden Effekt an diesem Geysir beobachtet haben: Wie in einer Familie, wenn gerade die Waschmaschine im Keller läuft, die Spülmaschine in der Küche, der Gratensprenger draußen, dann kann das Wasser für die Dusche vielleicht nicht mehr ganz reichen. Und so hätten sich wohl heute auch die Familienmitglieder des Lion-Geysirs gegenseitig das Wasser streitig gemacht.
Und dann passiert noch eine zweite kleine "Überraschung": Unsere erfahrerene Rangerin wird von einem jungen Ranger für die letzte halbe Stunde unserer Führung abgelöst, denn sie wird dringend mit ihrem Wissen für eine andere Führung benötigt. Der junge Mann macht seine Sache auch gut. Doch es ist schon schade, durch die Budgetkürzungen im Umweltbereich fehlen bei Old Faithful in diesem Sommer fünf Rangerstellen - und wenn dann auch noch, so wie heute gleich drei Ranger(innen) sich morgens krank melden, ja dann ist die Personalnot groß!
Gegen Mittag fahren wir dann wieder mit dem Auto weiter durch den Park. Zuerst zum großen Yellowstone-See. Im Besucherzentrum beim "Grant Village" habe wir usn einen Film über die großen Waldbrände im Yellowstone von 1988 und die Veränderungen in den Jahren danach im Park angesehen. es ist schon faszinierend zu erfahren, wie die Natur selbst mit so großen Verwüstungen von großen Bränden ganz von allein fertig werden kann.
Im Hayden-Valley haben wir dann weitere Geysire und heiße Quellen besucht. Die "Mud-Vulkane" riechen wirklich fürchterlich nach Schwefel, hier konnten wir es nicht lange aushalten, das war eher ein "Eingang zur Hölle".
Später am Abend, nach Sonnenuntergang, habe ich dann noch versucht, Bilder vom Ausbruch von Old Faithful vor dem wunderschönen Sternenhimmel im Park zu machen.
An diesem Tag gehen wir zunächst am frühen Morgen (8:30 Uhr) auf einen Ranger-Walk mit in die nähere Umgebung. Old Faithful soll um 9:00 ausbrechen, deshalb drängt unsere Rangerin darauf, möglichst zügig (vom Visitor-Center aus gesehen) die gegenüberliegende Seite des geysirs zu erreichen. Von dort werden wir einen schönen Überblick haben, ohne die sich regelmässig am Geysir versammelten Menschenmassen zu sehen, weil diese ja durch den geysir selbst verdeckt werden.
Und in der Tat können wir von dort einen weiteren schönen Ausbruch von Old Faithful beobachten. Dann soll es schnell weiter gehen zum Lion-Geysir, denn auch hier ist für ca. 9:00 Uhr ein Ausbruch vorther gesagt. Unterwegs erklärt sie uns viel, wie es zu den Ausbrüchen kommt. Am Lion-Geysir angekommen, hören wir schon, wie dieser in der Tiefe am "röhren" ist. Wir warten auf den Ausbruch. Doch es passiert nicht viel. Die Rangerin erklärt uns, der "Lion-Geysir" ist eigentlich eine ganze Geysir-Gruppe, was auch leicht zu erkennen ist. Als nach einer halben Stunde immer noch nichts passiert, erklärt sie uns, das wir heute wohl einen nicht häufigen, aber immer mal wieder vorkommenden Effekt an diesem Geysir beobachtet haben: Wie in einer Familie, wenn gerade die Waschmaschine im Keller läuft, die Spülmaschine in der Küche, der Gratensprenger draußen, dann kann das Wasser für die Dusche vielleicht nicht mehr ganz reichen. Und so hätten sich wohl heute auch die Familienmitglieder des Lion-Geysirs gegenseitig das Wasser streitig gemacht.
Und dann passiert noch eine zweite kleine "Überraschung": Unsere erfahrerene Rangerin wird von einem jungen Ranger für die letzte halbe Stunde unserer Führung abgelöst, denn sie wird dringend mit ihrem Wissen für eine andere Führung benötigt. Der junge Mann macht seine Sache auch gut. Doch es ist schon schade, durch die Budgetkürzungen im Umweltbereich fehlen bei Old Faithful in diesem Sommer fünf Rangerstellen - und wenn dann auch noch, so wie heute gleich drei Ranger(innen) sich morgens krank melden, ja dann ist die Personalnot groß!
Gegen Mittag fahren wir dann wieder mit dem Auto weiter durch den Park. Zuerst zum großen Yellowstone-See. Im Besucherzentrum beim "Grant Village" habe wir usn einen Film über die großen Waldbrände im Yellowstone von 1988 und die Veränderungen in den Jahren danach im Park angesehen. es ist schon faszinierend zu erfahren, wie die Natur selbst mit so großen Verwüstungen von großen Bränden ganz von allein fertig werden kann.
Im Hayden-Valley haben wir dann weitere Geysire und heiße Quellen besucht. Die "Mud-Vulkane" riechen wirklich fürchterlich nach Schwefel, hier konnten wir es nicht lange aushalten, das war eher ein "Eingang zur Hölle".
Später am Abend, nach Sonnenuntergang, habe ich dann noch versucht, Bilder vom Ausbruch von Old Faithful vor dem wunderschönen Sternenhimmel im Park zu machen.
Freitag, 18. August 2017
18. August: Fahrt zum Old Faithfull
Ausschecken und losfahren. Heute sollte es zum Old Faithful
gehen, außerdem mussten wir dringend waschen.
Unterwegs wieder viele Stops am Weg.
Auf dem Weg zum „petrified tree“ (versteinerten Baum) sahen
wir ein Reh mit zwei Kitzen.
An den Tower Falls haben wir einen Kaffee getrunken,
außerdem hatten wir ein lustiges Erlebnis mit Tee und Hot Cyder, den wir dann
auch gleich probiert haben.
Dann kamen wir wieder beim Canyon Village an. Zuerst sind
wir jedoch die Straße am North Rim gefahren. Wir hatten viel Glück mit dem
Parken und fanden immer schnell gute Plätze zum Auto abstellen. Den Weg runter
direkt zu den Falls sind wir nicht gegangen, das erschien uns zu anstrengend.
Doch auch von oben hatten wir phantastische Ausblicke in den Canyon hinein und
auf den großen Wasserfall. Außerdem sahen wir auch wieder das Fischadler-Nest,
dass hier all die Jahre immer wieder existiert. Im Nest schien ein toter
Jungvogel zu liegen. Ein zweiter Vogel saß daneben, später drehte dieser schon
eine kleine Runde durch den Canyon und setzt sich auf einen anderen Felsen
neben dem Nest.
Nach dieser Fahrt haben wir im Canyon Village unsere
dreckigen Klamotten gewaschen. Im großen Waschsaal neben dem Campingplatz gab
es 32 Waschmaschine und wohl ebenso viele Trockner. Waschen und Trocknen hat
jeweils ungefähr eine halbe Stunde gedauert.
Anschließend bin ich vom Canyon Village bis zum Old Faithful
gefahren. Gegen 17:30 Uhr waren wir in unserer Cabin. Für 18:29 Uhr war der
nächste Ausbruch von Old Faithful vorhergesagt worden. Das passte gut. Nach
kurzem Ausruhen setzten wir uns auf eine Bank vor die Lodge, um das Spektakel
zu erleben. Dort trafen wir dann auch zufällig unsere Freunde.
Es gab natürlich viel zu erzählen, denn für sie war es der erste USA-Urlaub.
Später haben wir dann noch den nächsten Ausbruch gesehen,
ich wollte dramatische Fotos im Gegenlicht der untergehenden Sonne machen, doch
leider war die Sonne etwas zu schnell hinter dem Horizont verschwunden.
Am Abend haben wir gleich noch gemeinsam ein Bier getrunken. Mein erstes und wohl einziges Bier auf dieser Amerikareise.
Donnerstag, 17. August 2017
17. August: Rundfahrt im Yellowstone Nationalpark
Heute machen wir eine große Rundfahrt im nördlichen Teil des
Yellowstone Parks. Wir beginnen jedoch ganz gemütlich mit einer Wanderung,
wieder geführt durch eine Rangerin, am oberen Hot Springs Becken. Dort müssen
wir zunächst drei Meilen mit dem Auto hinfahren, doch dann geht es zu Fuß über
Boardwalks quer durch den oberen Teil der Terassen. Eine atemberaubende
Landschaft. Hier wurden auch Teil der Star Trek Episoden, die auf dem Planeten
Vulkan spielen, gedreht.
Mir kommen die Terassen hier oben im Vergleich zum letzten
Besuch vor acht Jahren sehr verändert vor. Ich muss unbedingt mal meine Fotos
vergleichen. Die Rangerin zeigt uns eine kleine neu heiße Quelle, die jedoch
noch sehr unscheinbar wirkt, die jedoch direkt neben dem Autoparkplatz dort
oben vor ein paar Jahren entstanden ist.
Dann besichtigen wir noch Cupid Geyser, früher war hier der
Eingng zu einer größeren Höhle, in der dann die Gäste gebadet haben. So dicht
wie hier oben, war ich noch nie an den heißen Quellen hier dran. Die Landschaft
muss sich verändert haben. Auch die Rangerin sagt, hier muss bald der Boardwalk
verlegt werden, sonst wird er noch überspült.
Die bekannten Killdear-Vögel sehen wir diesmal leider nicht.
Nur viele Schwalben flogen über uns hinweg.
Leider fing es bei Susanne im Magen ordentlich an zu
grummeln, so dass sie zurück zur Cabin fuhr, uns aber später natürlich wieder
abholte. Und dann fuhren wir los auf unser Rundfahrt.
Zunächt nur durch eine enge Schlucht, bis zum Swan Lake.
Dort wollte ich mein Spektiv rausholen, stellte aber schnell fest, das ich dies
in der Cabin vergessen hatte. Also fuhren wir wieder zurück. Da es uns allen
gesundheitlich nicht so gut ging an diesem Tag haben wir uns erstmal für eine
halbe Stunde hingelegt, quasi einen Vormittagsschlaf gemacht und sind dann noch
einmal aufgebrochen.
Die Schwäne auf dem Swan Lake waren inzwischen nicht mehr zu
sehen, aber die folgenden Landschaften waren schon sehr beeindruckend.
Unterwegs mussten wir an einer Baustelle eine Weile warten,
doch insgesamt nicht lange, wir hatten Glück.
Im Norris-Becken machten wir uns auf den Weg zum
„Steamboat-Geysir“, dort sollte es um 15 Uhr einen Ranger-Talk geben, den wir
auch rechtzeitig erreichten. Danach liefen wir die große Runde weiter von
Geysir zu Geysir. Besonders beeindruckt hatte uns der Vixen-Geysir, der richtig
viel sprudelte. Der bekannte „Minute-Geysir“ dagegen blubberte nur noch 30 cm
hoch.
Von Norris fuhren wir weiter zum Canyon-Village. Hier haben
wir ein wenig gegessen, Bananen, Kekse, Eis. Danach ging es dann den South Rim
Weg am Grand Canyon of the Yellowstone entlang. Der Artist Point war schon sehr
beeindruckend, auch wenn die Sonne Fotos nur im Gegenlicht ermöglichte.
Vielleicht sollten wir dort am nächsten Morgen noch einmal hin.
Doch irgendwie waren wir alle heute angeschlagen. Vom Canyon
aus fuhren wir dann direkt nach Mammoth zurück zur Cabin.
Mein Handy ging gar nicht mehr, whatsapp meldete nur Fehler,
auch ins einzige freie WLAN im Park, hier im Visitor Center kam ich nicht mehr
herein. Ich wollte doch noch Kontakt mit unseren Freunden aufnehmen, ob sie denn nun
morgen auch in den Yellowstone kommen würde. Nach einigem hin und her klappte
dann die Kontaktaufnahme über ipad zu iphone.
Mittwoch, 16. August 2017
16. August: Bisons, Wölfe und mehr
Morgens werden wir früh wach. Endlich mal ohne Klimaanlage
geschlafen! Um 7 Uhr ist es draußen noch recht frisch. Wir schmieren uns
Toastbrot und machen daraus kleine Sandwiches, mit Erdnussbutter oder
Philadelphia-Käse. Unsere Milch aus Bozeman hat dank Kühltasche und tiefer
Temperaturen die Nacht gut überlebt, so dass Laura und ich sie zum Frühstück
trinken können.
Um 8 Uhr geht es ins Visitorcenter. Dort soll es freies WLAN
geben. Aber es dauert lange, bis wir eine Verbindung haben. Aber hoffentlich
ausreichend genug, um unseren Freunden und Verwandten und Bekannten mitteilen
zu können, dass es ab jetzt sehr schwierig mit dem weiteren bloggen wird.
Dann fahren wir fünf Meilen Richtung Ost, um ab 9 Uhr an
einer kleinen Ranger-geführten Wanderung zum Wraith-Fall teilzunehmen. Dana,
die Rangerin, arbeitet die zweite Sommersaison im Park. Sie hat eigentlich
Geschichte studiert. Sie erzählt uns viel über die ökologischen Zusammenhänge
im Park, wie alles voneinander abhängt. Dass es am Anfang der Geschichte des
Yellowstone Parks hier auch Wölfe gab, man damals aber dachte, „oh, die reißen
unsere lieben Rehe, das sind böse Tiere“ und so Anfang des 20. Jahrhunderts die
letzten Wölfe abgeschossen wurden. 1995 begann dann ein
Wiedereingliederungsprogramm. Seitdem ist die Anzahl der Rehe natürlich etwas
zurück gegangen, im Schnitt sind diese Tiere jetzt aber viel gesünder. Und weil
es nicht mehr so viele gibt, die so viel Gras und andere Pflanzen fressen
können, bleibt auch für andere Tiere etwas und die biologische Vielfalt wächst.
Wir erfahren auch etwas über die teilweise verheerenden Waldbrände und wie sie
zu einer großartigen Befruchtung des Ökosystems im Yellowstone Park beitragen
und noch vieles mehr. Insgesamt wirkte Dana etwas nervös, später erfuhren wir,
dass unter den Mitwanderin eine Supervisorin war, die ihre Führung beurteilen
sollte.
Nach gut eineinhalb Stunden ist diese lehrreiche Wanderung
vorüber und wir fahren weiter Richtung Osten ins Lamar-Valley. Zwischendurch
machen wir an der Roosevelt-Lodge Pause und essen Mittag.
Unterwegs sehen wir viele, viele Bisonherden, eine kleine
Gruppe Pronghorns (Gabelböcke) und ein Fischadler-Horst. Mein Spektiv kommt
hier immer wieder zum Einsatz. Natürlch dürfen andere Besucher da gerne auch
mal durchschauen. Ich sollte dafür Geld nehmen, wird mir gleich zweimal
vorgeschlagen.
Doch das ist nicht nötig. Nur leider geht es mir selbst
heute nicht so gut. Jetzt habe ich wohl das leichte Fieber bekommen, was
Susanne n Calgary hatte. So fahren wir schon am frühen Nachmittag zurück nach
Mammoth. Ich lege mich ins Bett, schreibe schon ml an diesem Blog, während
Susanne und Laura sich ohne mich hierzu Fuß auf den Weg machen.
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